Süßes Showspektakel im Bennohaus

„Kultur am Kanal“ begeisterte Jung und Alt

Pailletten, Federn, Lack und Leder: Nicht nur das diesjährige Motto „ZuckerZauber – Die süßeste Versuchung, seit es Kultur gibt!“ und die dazu passende kunterbunte Dekoration ließen das Bennohaus am vergangenen Freitag bei der diesjährigen Dezemberausgabe von „Kultur am Kanal“ prächtig erstrahlen. Auch das schillernde Moderationsduo aus Travestiekünstlerin Betty D. Fort und Jens Heeger entführte das Publikum in ein zuckersüßes „Abenteuerland“ und begeisterte mit fliegenden Kostümwechseln und spektakulären Showeinlagen.

Rund 200 Besucher waren gekommen, um dem Credo der Veranstaltung getreu die vielfältigsten Kunst- und Kulturdarsteller Münsters auf der Bühne zu bestaunen. Mit PoetrySlamerin Charlotte Korte wurde es zu Beginn direkt poetisch und tiefgründig. Die 18-Jährige berührte die Gäste mit ihrem einfühlsamen Text über eine „ZuckerZauber-Zweisamkeit“ in der dunklen Jahreszeit, den sie extra für diesen Abend vorbereitet hatte. Die Kinderband „Hiltruper Sternfarben“ unter Leitung von Maik Dahl beschrieb dann mit ihren selbst komponierten Texten die Welt aus Kinderaugen und stimmte das Publikum mit ihrem Lied „Schokolade“ so richtig auf das Motto des Abends ein. Beim Auftritt der Hip-Hop-Crew „2XO“ saßen die Schritte perfekt. Mit schneller Rhythmik und schwungvollen Bewegungen brachten die Tänzer die Bühne zum Beben. Und spätestens nachdem dann Moderator Jens Heeger als Rotschopf in leuchtendem Glitzerkleid Trude Herrs „Ich will keine Schokolade“ zum Besten gab, brauchten nicht nur die Künstler, sondern auch das Publikum eine Verschnaufpause vom atemberaubenden Showprogramm. Dabei hielt auch die Pause einige Highlights bereit: die paillettenbesetzten Moderatoren standen für Erinnerungsfotos vor einem Greenscreen zur Verfügung und ein Schätzspiel sowie die traditionelle Tombola bereiteten den Gästen tolle Gewinne. Die Zuckerwatte, der Schokobrunnen und ein großes Süßigkeitenbuffet ließen nicht nur Kinderaugen leuchten.

In der zweiten Programmhälfte ging es energiegeladen mit dem Auftritt des „rotzigen“ Trios „HEUTE HÜBSCH“ weiter. Der Rockchor 60+ brachte die Bühne mit temperamentvollen Stimmen und energischem Stampfen zum Wackeln. Und beim „Peng! Improtheater“ führte das Publikum bei spontanen Theaterszenen und einem Gebärdensprache-Interview Regie. Bevor die Moderatoren die Gäste mit einer erneut sensationellen Darbietung verabschiedeten, rundete der Lehrer und Ex-DSDS-Kandidat Michael Wagner die diesjährige zuckersüße Version von „Kultur am Kanal“ mit den harmonischen Klängen seiner Akustik-Gitarre und seiner Stimme ab. Als zum Gruppenfoto Veranstalter und Künstler noch einmal gemeinsam die Bühne betraten, dankte das Publikum für den kostenfreien Kulturgenuss mit tosendem Applaus. „Wir sind sehr zufrieden und freuen uns schon auf die nächste Ausgabe“, resümmiert Organisatorin Daniela Elsner den Abend freudig. „Kultur am Kanal“ fand im Rahmen von „Aktion-Mein Stadtteil“ statt und wurde vom Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat gefördert.img_kuk_20181207

Denn Apfel, Nuss und Mandelkern…

Nikolausfeier im Bennohaus

In den Tagen vor Weihnachten ist es oft mit der besinnlichen Ruhe nicht so weit her, wie wir uns das vorstellen. Auch vielen Familien bei uns im Stadtteil scheint es genauso zu gehen, weshalb wir uns etwas Neues überlegt haben und dieses Jahr statt einer Weihnachtsfeier eine Nikolausfeier für Familien angeboten haben. Die Feier fand dabei im Rahmen von “Aktion-Mein Stadtteil” statt. Der Brauch, Kindern an diesem Tag Geschenke zu machen, scheint sich von der ursprünglichen christlichen Tradition abgekoppelt zu haben, so dass wir Kinder und ihre Familien verschiedenster Herkunft begrüßen durften.

Insgesamt war die Nikolausfeier für uns ein gelungenes Experiment. Besonders von Familien mit jüngeren Kindern wurde die Veranstaltung gut angenommen und war für alle ein großer Spaß. Auch diesmal konnten Greenscreenfotos mit winterlichen Motiven gemacht werden, es wurde gebastelt und gemeinsam Weihnachtslieder gesungen. Als besonderes Highlight durfte natürlich ein Besuch vom Nikolaus nicht fehlen, der auch für alle braven Kinder – und es waren nur brave da – Geschenke dabei hatte. So ging das Experiment Nikolausfeier stimmungsvoll zu Ende und war für uns ein voller Erfolg.

„Die Welt“ aus ihren Augen

Iranische Künstlerin stellt im Bennohaus aus

Übergroße Hände vor verzerrten Gesichtern, Stacheldraht und alte Fotos kunstvoll auf den mit Kohle auf Leinwand gemalten Werken platziert – Roya Abdollazadehs Bilder sind geprägt durch einem Ausdruck von Verzweiflung und Schmerz. Am vergangenen Wochenende eröffnete die Iranerin, die erst seit ein paar Jahren in Münster lebt, ihre Ausstellung „Die Welt“ im Bennohaus. „Viele Frauen auf dieser Welt leiden und haben Schmerzen“, so Abdollazadeh bei der Eröffnung der Vernissage, „es geht nicht nur um die Verarbeitung von Flucht oder meine persönlichen Ängste“. Sie wolle durch ihre Bilder auf schwierige Umstände aufmerksam machen und dadurch jenen Frauen eine Stimme verleihen, die im Stillen leiden. Begleitet wurde die Ansprache von ihrem Kollegen Knut Kargel, der ein Porträt von Abdollazadeh zur Ausstellung beigesteuert hat, welches er im Rahmen seines Projektes „Wanted! Ich will Ihren Kopf!“ gefertigt hatte. So ist es den Besuchern möglich, nicht nur die Welt aus Roya Abdollahzades Augen zu sehen, sondern die Künstlerin auch aus den Augen eines anderen zu betrachten – als lebensfrohe, starke Frau in starken Farben. Die Ausstellung ist Teil des Projektes „Aktion – Mein Stadtteil“ und wird gefördert vom  Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Die Bilder können bis Ende des Jahres im Foyer des Bennohauses besichtigt werden.

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Wie sehe ich andere, wie sehen andere mich?

Interkultureller Umgang muss trainiert werden

Wie sehe ich eigentlich andere? Was kommt mir an Fremden eigentlich besonders fremd vor? Und wie sehen diese eigentlich mich? Für ein gelungenes Miteinander, auch und gerade über kulturelle Grenzen hinweg, ist es wichtig, sich diese Fragen immer wieder zu stellen. Besonders bei uns im Bennohaus und für alle Beteiligten an „Aktion-Mein Stadtteil“. Deshalb haben wir ein interkulturelles Training durchgeführt, bei dem wir unseren Umgang untereinander und mit Leuten, die von außerhalb ins Bennohaus kommen, durchleuchtet haben. Außerhalb kann dabei alles bedeuten, von Menschen aus Münster, die unsere Angebote wahrnehmen, bis zu den Praktikanten von überall auf der Welt, die immer wieder unsere Arbeit bereichern. So konnte uns beispielsweise Mohammed, der aus Ägypten zu uns gekommen ist, ein paar Brocken seiner Muttersprache beibringen, welche wir in einer Kooperationsübung gebraucht haben.

Insgesamt hat es sehr viel Spaß gemacht, gemeinsam über interkulturelle Themen nachzudenken, denn auch, wenn ein positiver und wertschätzender Umgang mit allen Menschen zu den Grundprinzipien des Bennohauses zählt, ist es doch wichtig, sich mit dieser Thematik immer wieder zu befassen.

Ein Dialog der Münsteraner Kulturvereine

Intercult ging in die elfte Runde

Ein Ratgeber zu „Wie heirate ich interkulturell?“, hitzige Diskussionen darüber, ob man sich zum Münsteraner Vereinskarneval eingeladen fühlt und ein baldiges Wiedersehen bei Salam Kitchen? Diese und viele andere Fragen standen bei der elften Ausgabe der „intercult grenzenlos“-TV Sendung im Fokus.

Vereine mit der Agenda für Inklusion, Integration und Akzeptanz werden eingeladen um  sich auf der Bühne über die Themen rund um Migration und Kultur in Münster auszutauschen. Unter dem Motto „Karneval der Kulturen- Selbstverständlich oder Selbstgespräch?“ wurden auch dieses mal Vereine am Freitag den 16. November ins Bürgerhaus Bennohaus gebeten, um bei Poetry Slam und Live-Musik die Frage zu klären, ob wir nun eins sind, oder ob jede Kultur ihren eigenen Karneval feiert. Durch den Abend führte die Moderatorin Anina Pomerenke und stellte zwischen den Videosequenzen der Vereinsportraits die  jeweiligen Gäste vor. Zu den geladenen Gästen gehörten erstmalig Alexander Daum und Amin Achoury vom Track Münster, die mit ihrem Projekt „Massar“ nach Deutschland emigrierte Jugendliche jeglicher sexuellen Orientierung und Identität begleiten, sowie der Vorsitz des CSD Münster Tobias Gehre. Außerdem präsentierten die Leiter der Slam Base Münster Sarah und Emeka Bob-Aneyji, eine kreative Kostprobe ihrer Arbeit. Was Verkostung betrifft, so war die Küchen-und Bildungsfusion Salam Kitchen, die tagsüber zertifizierten Deutschunterricht gibt und abends mit nah-östlichen Köstlichkeiten „Brücken baut“, ebenfalls dabei. Als viertes Mitglied an diesem Abend durfte das Bennohaus den entwick-lungspolitischen Verein Vamos e.V. begrüßen, der Aufklärungsarbeit über interkulturelle Probleme wie Umweltverschmutzung und Flucht betreibt.

Nach dieser kurzen Einführung fand die erste Performanz des Abends statt. Im witzig-provokanten Stil, stellten Ehepaar Aneyji ihre Erfahrung einer interkulturellen deutsch-irakisch, nigerianischen Hochzeit in einem Poetry-Slam vor. Zwischen Verwandtschafts-verhältnissen und DNA-Tests, geplanter Pünktlichkeit und zu spät kommenden Überraschungen, Tischpolizei und veganer Kost wurde ein „marrying 101“ der beiden für zukünftige multikulturelle Ehepaare vorgestellt und allen möglichen Stereotypen auf kreative Weise begegnet. Das Publikum lachte herzlich und selbst Sarah und Emeka konnten sich ein Grinsen nicht verkneifen. Auf die anschließende Frage der Moderatorin hin, ob es auch mal kulturelle Missverständnisse zwischen dem Paar gab antwortete Sarah schmunzelnd, dass lediglich ihre „deutsche Direktheit“ mit der „nigerianischen Höflichkeit“ ab und an mal kollidiere.

Insbesondere in der anschließenden Talk-Runde wurde klar, Interkulturalität begrüßen alle, doch wie kann man sie gemeinsam leben? „Diversität und offen gelebte Diversität können zeigen, wie vielfältig Münster ist“ argumentierte Tobias Gehre, doch die Umsetzung erfordere ein breites Publikum. Warum jedoch nur die eigene kleine Nische angesprochen wird und nicht die gemischte Masse sei hierbei die Frage. Niklas Böhmeke vermutete, dass viele Menschen sich nicht bewusst gegen etwas entscheiden sondern ihre Zeit lieber in etwas für sie interessanteres investieren. Erstaunt stellte er fest „wie viele Vereine man noch nicht kennt“ und wäre bereit die „Fühler auszustrecken“. Generell sei Salam Kitchen „primär ein Restaurant“ könne sich aber die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen vorstellen. Veranstaltungen offener gestalten und nicht „gegen sondern für etwas sein“, seien wichtige Komponenten für Vereinsinitiativen und auch mal jemanden mit „radikaleren Ansichten“ in den eigenen Veranstaltungsreihen sitzen zu haben, seien Wünsche der Slam Base, was bei den restlichen Teilnehmern auf Zustimmung traf. Alexander Daum von Track Münster berichtete ebenfalls von den Schwierigkeiten andere Kulturgruppen auf sich aufmerksam zu machen. Es existiere das Gefühl „man sei ein bisschen unter sich“ und äußerte den Wunsch sich insbesondere mit Bildungseinrichtungen zu vernetzen. Die Lösung liege wie Maike Grabowski im Verlaufe der Diskussion zusammenfasste in der Zusammenarbeit und Vernetzung durch und mit anderen Vereinen, sowie aus eben jener  „eigenen Blase herauszukommen“. Gegen Ende der Talk-Runde kristallisierten sich erste Verknüpfungen unter den Teilnehmern und dem Vorschlag von Tobias „bei Salam Kitchen diese schöne Runde nochmal auszubauen“ wurde begeistert zugestimmt. Wie es mit dem Vereinskarneval in Münster nun weiter geht sei mit Spannung entgegen zu fiebern und die ersten Impulse zur Zusammenarbeit wären nun gesetzt, so das Schlussplädoyer der Moderatorin Anina. Denn letzten Endes wurde aus einem Selbstgespräch ein Gruppengespräch. Den Abend lies man mit der musikalischen Darbietung der Sängerin Amenda Hü mit den thematisch passenden Songs „price-Tag“, „In case“ und „colours of the wind“ abklingen. Die elfte Ausgabe von „intercult-grenzenlos“ fand im Rahmen der „Aktion-Mein Stadtteil“ statt und wurde vom Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat gefördert.  img_intercult_20181116aimg_intercult_20181116b

 

Denn die Nacht ist dunkel…

Halloween, ein Fest mit Migrationshintergrund

und damit wie geschaffen für unsere „Aktion-Mein Stadtteil“. Sicherlich ist vielen Leuten klar, dass Halloween, so wie wir es heute feiern, als Brauch aus den USA zu uns gekommen ist. Ursprünglich handelt es sich aber um eine irische Tradition. So wurde im katholischen Irland früher die Nacht vor Allerheiligen, „All Hallows‘ Eve“ gefeiert; und diese Tradition gelangte dann mit den vielen irischen Einwanderern in die USA. Damit ist Halloween ein gutes Beispiel dafür, wie Menschen und Kulturen wandern und Gesellschaften bereichern.

Auch bei uns im Bennohaus gehört die Halloweenparty mittlerweile zur Tradition, vielleicht ist sie sogar unsere Lieblingstradition. Denn wann hat man sonst schon bis zu 300 verkleidete Gestalten zu Gast, die das ganze Haus in einen gruseligen, aber gleichzeitig auch schaurig-schönen Ort verwandeln? Und so ist es auch für uns Medientrainer jedes Mal wieder aufs Neue schön, uns als Hexen, Vampire und verrückte Wissenschaftler zu verkleiden und uns ins bunte Getümmel zu werfen.

 

 

Auch in diesem Jahr gab es wieder einen spannenden Escape-Room, eine Schminkstation und tolle Greenscreenfotos. Abgerundet wurde das Programm durch eine kleine Bühnenshow mit Spielen und einem Kostümwettbewerb. Um all dies durchzuführen wurden wir Medientrainer unterstützt von Freiwilligen aus allen Abteilungen des Bennohauses. Insgesamt bleibt der Abend in guter Erinnerung, so dass uns bei dem Gedanken an die nächste Halloweenparty mit Sicherheit nicht bange wird.

 

 

Schau mal über den Tellerrand!

Interkulturelle Ferienwoche im Rahmen von “Aktion-Mein Stadtteil”

Münster ist eine bunte Stadt, keine Frage. Manchmal hilft es aber, genau hinzuschauen, um die vielen Facetten und kulturellen Einflüsse um uns herum zu entdecken. Besonders gut geht das bei einer QR-Code Rallye, wie sie die Jugendlichen in unserem Ferienprogramm durchgeführt haben. Dabei galt es, verschiedene Stationen in der Innenstadt von Münster zu finden und dort spannende Rätsel und Aufgaben zum Thema Kultur zu bearbeiten.

Eine Woche lang drehte sich alles um die Fragen: „Was ist eigentlich Kultur?“ und „Welche Unterschiede und vor allem Gemeinsamkeiten zwischen verschiedenen Kulturen gibt es eigentlich?“ Rund um diese Fragen wurde von unseren Medientrainern ein spannendes Programm gestrickt, in dem die Antworten spielerisch und mit dem Einsatz unterschiedlicher Medien erarbeitet wurden. Und da man komplizierte Dinge am besten dadurch verstehen lernt, in dem man sie selber erklärt, haben die Jugendlichen eigene Erklärvideos konzipiert und erstellt.

Insgesamt haben wir zum wiederholten Male gemerkt, dass sich auch eher trocken anmutende Themen wie kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten gut und spannend in einer Ferienwoche verpacken lassen.

 

Vielfalt tut gut

Interkulturelles Sommerfest des Bennohauses ein voller Erfolg

Münster. Auch in diesem Jahr hatten die Mitarbeiter des Bennohauses wieder Glück: Bei besten Temperaturen ging es am Sonntag, den 8. Juli wieder „rund“ rund um das Bürgerhaus am Kanal. Das Sommerfest, welches im Rahmen des Projektes „Aktion – Mein Stadtteil“ durchgeführt wurde, lockte mal wieder mit der besonderen Mischung: Unter dem Motto „Vielfalt verbindet“ trafen sich hier Menschen unterschiedlichster Herkunft und Alters. Ebenso vielfältig war auch das Programm: Neben einem Flohmarkt und dem üblichen Kinderprogramm ging es vor allem auf der Bühne und am Buffet interkulturell hoch her. So wurde das kulturelle Programm beispielsweise durch die kurdische Tanzgruppe des Koma Azadi e.V. bereichert. Außerdem gab es Vorführungen von Capoeira und feuriger Tangomusik. In Zusammenarbeit mit zahlreichen interkulturellen Vereinen und Initiativen organisierte das Bennohaus neben den üblichen Essensständen wie auch im letzten Jahr ein großes internationales Buffet, auf dem Speisen aus zahlreichen Ländern gegen Spende angeboten wurden. „Es ist immer wieder schön, etwas Neues zu probieren – und es ist wirklich lecker“, resümierte eine zufriedene Besucherin. Nach der Stärkung konnten sich Interessierte auf der Straße bei rund 15 lokalen Vereinen über deren Arbeit informieren. Hier präsentierten sich u.a. das Tierheim Münster, die Flüchtlingshilfe Münster-Ost, die Lebenshilfe Münster e.V. und der Verein für bürgerliche Vielfalt. Ziel der Aktion war es, das Ehrenamt in Münster, z.B. in der Flüchtlingshilfe, weiter zu stärken.

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Das Projekt „Aktion – Mein Stadtteil“ wird gefördert vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Infos unter 0251 609673.

Kultur am Kanal – die Jubiläumsausgabe

Die erfolgreiche Veranstaltungsreihe „Kultur am Kanal“ feierte am 04. Mai um 19:30 Uhr ihr 15. Jubiläum im Bürgerhaus Bennohaus. In edlem Kinoflair erstrahlend, bot die beliebte Kulturveranstaltung dabei unter den Stichworten generationsübergreifend, interkulturell und integrativ lokalen Künstlern aus Münster eine Bühne und allen Münsteranern und Münsteranerinnen ein abwechslungsreichen Abend. Angelehnt an Filmgenres wurde beim Bühnenprogramm dieses Mal wieder einiges geboten. Inhaltlich bedeutete das eine aufregende Mischung aus Künstlern jeden Alters und jeder Ausrichtung.

Durch intensive Werbung, die auch in Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern, u.a. dem Integrationsrat Münster durchgeführt wurde, wurde sichergestellt, dass durch den kostenlosen Eintritt auch Migrantinnen und Flüchtlinge erreicht wurden. „Kultur am Kanal“, welches im Rahmen der “Aktion-Mein Stadtteil” durchgeführt wurde und vom Bundesministerium des Inneren gefördert wird, legt großen Wert auf die gleichberechtigte Teilhabe Zugewanderter am gesellschaftlichen Leben in Münster und möchte mit einem kulturvielfältigen Programm Kontaktmöglichkeiten zwischen Migranten und Münsteranern schaffen. Damit waren an diesem Abend alle Münsteraner – ob mit oder ohne Migrationshintergrund – eingeladen, einen spektakulären Abend voller Tanz, Musik, Comedy und einem umfangreichen Rahmenprogramm mit Tombola und Popcorn zu feiern. Hier wurden Begegnungen geschaffen und Talente entdeckt!

Das Bennohaus freut sich über Kulturvielfalt und einen Abend, den man so schnell nicht wieder vergessen wird!

Ostvrtl-Liveshow 2.0

nur Logo(2)Jugendredaktion lädt zur zweiten Liveshow

Es ist ein hektischer Tag für die jungen Redakteure Paul Oppermann und Philipp Schröder, nur noch wenige Stunden und sie werden die Liveshow „Wat is denn hier los“ im Bürgerhaus Bennohaus moderieren. Es ist ihre zweite Livesendung in der kürzlich gegründeten Jugendredaktion.

In dieser haben Jugendliche und junge Erwachsene die Möglichkeit Themen, die sie interessieren, medial aufzuarbeiten und sich dabei Kenntnisse im Bereich der Beitragsgestaltung, des Journalismus und der Fernsehtechnik anzueignen. Vor allem letzteres interessiert das dritte Mitglied der Redaktion, Aya Altabbakh sehr. Sie wird am heutigen Tag Kamerafrau sein. Ein Job der viel Konzentration und ein gutes Auge fordert.

Nach einiger Vorbereitung und den Aufbauarbeiten im Studio ist es nun soweit. Mit geringer Verspätung beginnt die Liveshow. Sowohl das Publikum als auch die geladenen Gäste lauschen gebannt der Anmoderation von Paul und Philipp, während Aya ihre Kamera voll im Griff hat. Unterstützt werden die drei übrigens journalistisch und inhaltlich von Daria Jaranowska, der Geschäftsleitung des internationalen Bereichs und technisch von der Auszubildenden Mediengestalterin Anna Schulte, sowie den Bundesfreiwilligendienstleistenden Mattis Rosenkranz, Jean-Paul Vauthier und dem freien Mitarbeiter Max Hafemann.

Die Show läuft mit kleineren Pannen sehr gut und die spektakuläre Präsentation einiger Capoeira Basisschritte von Johannes und Nils (Biriba Brasil) gewährt einen eindrucksvollen Einblick in diese Kampftanzsportart mit Ursprung in Brasilien.Auch die Gäste der Bürgerinitiative „PlatanenPower“ Susanne Schöneich, Rita Hemsing-Huesmann und Winfried Huesmann, bewegen das Publikum mit ihrer Geschichte der gefällten Platanen am Hansaring, jedoch leider mehr zur Empörung und zum Unverständnis.

Nach einigen Beiträgen, welche sich thematisch mit den Geschehnissen im Münster der letzten vier Monate beschäftigen, rundet sowohl das Filmportrait über die Band „the Urban Turbans“ als auch die Liveperformance dieser den Abend gelungen ab.

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Geschafft! Die drei Redakteure Paul, Philipp und Aya sind glücklich und erleichtert, aber vor allem Stolz. „Das war eine klasse Show!“ sagt Paul strahlend. „Ich freue mich schon auf die Nächste!“

Hintergrund:

Die Jugendredaktion „Ostviertel Redaktion“ trifft sich seit nunmehr fast einem Jahr und gibt jedem interessierten Jugendlichen aus Münster, vor allem jedoch solchen mit einer Migrationvorgeschichte, die Möglichkeit sich journalistisch und kritisch mit aktuellen Themen auseinanderzusetzen.

Was die jungen Menschen verbindet ist zum einen ihr hinterfragender Blick auf die Welt und ein großes Interesse an aktuellen Geschehnissen, zum anderen ihr unterschiedlicher kultureller Hintergrund und die sprachliche Diversität.

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Vor allem diese beiden Komponenten gestalten das Arbeiten in der Redaktion sehr vielschichtig und multiperspektivisch. Dieser Umstand ist, abseits der anderen Teilnehmer, sowohl Aya Altabbakh, einem jungen Mädchen aus Syrien, mit einem guten Blick für Design zu verdanken, als auch der Redaktionsleitung Daria Jaranowska, welche aus Polen stammt und selbst gerade einmal 5 Jahre in Deutschland lebt.

Abgesehen von der Lust an der Zusammenarbeit aller Teilnehmer und Mitarbeiter des Bennohauses scheint es vor allem ihre offene Art zu sein die Ressentiments überwindet. Desweiteren hebt ihr professionelles Vorgehen als studierte Journalistin die Redaktion auf ein für Jugendliche sehr spannendes und interessantes Niveau, da sie zu jedem Zeitpunkt ernstgenommen werden und im Rahmen ihrer Kompetenzen an bereits zwei Livesendungen aktiv mitwirken und mitgestalten konnten.