„Wir müssen uns weltoffen zeigen“

Neue Jugendredaktion des Bennohauses berichtet über Familiennachzug und die Frage nach gelungener Integration

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Witzig, charmant und äußerst pfiffig – das sind Paul Oppermann und Philipp Schröder. In ihrer ersten Live–Ausgabe von „Oppermann und Schröder – lokal und investigativ“ gingen die 14-jährigen Journalisten der neuen ostvrtl-Redaktion am Montagabend politisch bedeutungsvollen Fragen auf den Grund. Wie hat sich die Situation der Flüchtlinge hier in Münster zwei Jahre nach der Krise entwickelt? Und wie ist das eigentlich mit der Einwanderung unser europäischen Nachbarländer? Neben Dr. Ömer Lütfü Yavuz, Vorsitzender des Integrationsrates Münster, diskutierte auch Dietrich Aden, Kreisvorsitzender der Jungen Union, angeregt mit. „Man muss unterscheiden zwischen Menschen, die einwandern wollen und jenen, die Schutz suchen.“ Ergänzend dazu erwähnt Aden, dass jedoch jedes Schicksal geprüft werden müsse. Auch Jan-Peter Klingelhöfer, Vorsitzender der SPD im Ortsverein Senden, betonte, dass man nicht pauschal abschieben dürfe. Darüber hinaus, so Yavuz, könne Integration nur gelingen, wenn der Familiennachzug garantiert wird.

Über Vorurteile, kulturelle Unterschiede und echtes Heimatgefühl konnten Tania Pentcheva, Konzertgitarristin aus Bulgarien, und Katarzyna Kuchowicz aus Polen berichten. „Die Klischees über Polen funktionieren gut“, bedauerte Kurowitsch. Europäer sollten sich ihrer Meinung nach daher mehr als Menschen vereinen. Dennoch fühle sie sich in Deutschland willkommen. „Ich bin eine Weltbürgerin. Deutschland ist meine zweite Heimat geworden“, erfreute sich Pentcheva.

Ein weiterer Gast der Sendung war Achim von Wietersheim vom Projekt „elbén“. Mit der Zubereitung und dem Verkauf des Fast Foods „Manakish“ möchte er kulturellen Austausch schaffen und syrische und deutsche Herzen auf kulinarische Art verbinden. „Wir sind alle Laien, die keine Ahnung, aber viel Wissen haben“, schmunzelte er. Das große Team aus Syrern und Ehrenamtlichen verbindet damit Kulturen und ermöglicht neue Perspektiven.

Jan-Peter Klingelhöfer traf aber wohl den Nagel auf den Kopf. „Wir müssen uns weltoffen zeigen und nur getreu diesem Motto kann Integration gelingen“.

Die Sendung fand statt im Rahmen des Projektes „Aktion – Mein Stadtteil“, gefördert durch das Bundesministerium des Innern.

2017_12_12_Oppermann und Schröder_Zeitung

Stellten sich den Fragen von Philipp Schröder (l.) und Paul Oppermann (2.v.l): Dr. Ömer Lütfü Yavuz (Mitte), Jan-Peter Klingelhöfer (2.v.r.), Dietrich Aden (r.).

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